Wir bringen interdisziplinäre Gemeinschaften zusammen, harmonisieren und verbinden unterschiedliche Daten und stellen eine groß angelegte Forschungsinfrastruktur bereit – alles auf nationaler und internationaler Ebene. Dies ermöglicht bedeutende Fortschritte für die Gesundheit der Menschen und des Planeten, maximiert öffentliche Investitionen in die Wissenschaft und fördert den Ruf, die Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

Zusammenführung der Schweizer Bioinformatik-Community

Das SIB vereint die nationale Bioinformatik-Community über ein Netzwerk angeschlossener Gruppen, deren Leiter anerkannte Experten auf diesem Gebiet sind. Ihre Gastinstitutionen sind Partner des SIB und repräsentieren die wichtigsten akademischen und Forschungseinrichtungen der Schweiz.

Die Vereinigung dieser Gemeinschaft ist für die Schweiz von größter Bedeutung – und Teil unseres Auftrags vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) –, um die Schweizer Bioinformatik an der Spitze der weltweiten Biowissenschaften und Innovation zu halten. Diese im Land einzigartige Fähigkeit maximiert auch die Wirkung öffentlicher und privater Investitionen, indem sie die Dateninteroperabilität erhöht, gemeinsame Standards im Einklang mit internationalen Standards entwickelt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtert.

Die SIB bietet ihrem nationalen Netzwerk gemeinsame Aktivitäten zum Austausch bewährter Verfahren und zur Förderung der Zusammenarbeit an, beispielsweise in Form von Fokusgruppen. Die SIB organisiert auch wissenschaftliche Veranstaltungen und Konferenzen und leistet Unterstützung in Bereichen wie Fördermittelmanagement, Wissenschaftsförderung, Rechtsberatung oder Technologietransfer. Der rote Faden, der sich durch all diese Aktivitäten zieht, ist wissenschaftliche Exzellenz und Zusammenarbeit.

Schließlich verleiht dieses nationale Netzwerk der SIB auch die Legitimität, die Schweiz bei Initiativen im Bereich der Bioinformatik auf internationaler Ebene zu vertreten und die Sichtbarkeit unseres Landes in Bezug auf wissenschaftliche Exzellenz und Innovation zu erhöhen.

Verbindung der Schweizer Bioinformatik mit globalen Dateninitiativen

Die Schweizer Bioinformatik-Community muss mit internationalen Bestrebungen vernetzt werden, um zu verhindern, dass Forscher in der Wissenschaftslandschaft isoliert werden. Durch Aktivitäten wie die Festlegung und Umsetzung internationaler Standards zur Verbesserung der Dateninteroperabilität, die Teilnahme an gemeinsamen Initiativen als Schweizer Knotenpunkt oder die Leitung von Arbeitspaketen auf europäischer Ebene (siehe unten) stärkt das SIB das Profil der Schweiz in der Welt.

Das SIB hat Verbindungen und Kooperationen mit globalen Organisationen wie den folgenden aufgebaut:

Implementierung nationaler und internationaler Forschungsinfrastrukturen

Dank unserer nationalen Koordinierungsaktivitäten ist unser Institut natürlich gut positioniert, um nationale oder internationale Infrastrukturen aufzubauen, sei es im Bereich offener Forschungsdaten (ORD) oder klinischer Forschungsdaten.

Koordinierung offener Forschungsdaten

Seit seiner Gründung engagiert sich das SIB für offene Wissenschaft und die möglichst breite Verbreitung der FAIR-Prinzipien. ORD wird am SIB durch die von seinen Mitgliedern entwickelten offenen Ressourcen koordiniert, die als wesentliche Datenbausteine für die Umsetzung offener Wissenschaft unerlässlich sind.

Wir treiben die offene Wissenschaft in der Schweiz und in Europa durch unsere Beteiligung an der European Open Science Cloud (EOSC) weiter voran – einer strategisch wichtigen Initiative, die Forschern den Zugang zu und den Austausch von Forschungsdaten und -diensten über Disziplinen und Grenzen hinweg ermöglicht. Die SIB ist Mitglied der EOSC Association, Partnerin in verschiedenen EOSC-Projekten zur Gewährleistung der langfristigen Erhaltung, Vertrauenswürdigkeit und Auffindbarkeit der Datenbestände Europas sowie Partnerin in einer Schweizer Zusammenarbeit zur Verbindung nationaler Forschungsdaten, -dienste und -infrastrukturen mit der EOSC.

Koordinierung klinischer Forschungsdaten

Viele europäische öffentlich-private Projekte, die sich mit Diabetes, Krebs oder Fettleibigkeit befassen, stützen sich auf unser Fachwissen für die Koordination, Verwaltung und Analyse sensibler Daten aus verschiedenen Ländern. Indem wir regelmäßig als Data Coordination Centre in diesen Projekten fungieren, erfüllen wir einen entscheidenden Bedarf an einem zuverlässigen, neutralen und effizienten Partner, der in der Lage ist, mit Akteuren aus dem privaten Sektor sowie aus der Wissenschaft zu interagieren und komplexe wissenschaftliche und rechtliche Herausforderungen durch innovative technische Lösungen zu bewältigen. Unser föderierter Analyse- und Datenbankansatz ist ein Beispiel für diese Lösungen: Erfahren Sie, wie wir ihn im Rahmen eines Projekts zur Bekämpfung von Diabetes angewendet haben.

Entdecken Sie unsere Beiträge zu europäischen öffentlich-privaten Projekten

Wir koordinieren auch klinische Forschungsdaten in großen nationalen Infrastrukturen wie dem Swiss Personalized Health Network (SPHN), das Gesundheitsdaten für die Forschung in der Schweiz interoperabel und gemeinsam nutzbar macht. In diesem Zusammenhang haben wir auch BioMedIT implementiert und koordinieren dieses Projekt weiterhin, das eine sichere Recheninfrastruktur, Dienste und Kompetenzen für die biomedizinische Forschung in der Schweiz bereitstellt. Das SPHN untersteht der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMS) in Zusammenarbeit mit der SIB.

Mehr über SPHN

Wir unterstützen die klinische Forschung, die Überwachung von Krankheitserregern und die Diagnostik durch Infrastrukturlösungen, die wir im Rahmen großer Konsortien koordinieren und entwickeln. Beispiele hierfür sind das Centre for Pathogen Bioinformatics, das die Bioinformatik-Infrastruktur und die Zusammenarbeit der Akteure für die nationale und globale Epidemievorsorge stärkt, und SwissGenVar, eine landesweite Initiative, die alle wichtigen akademischen Einrichtungen für medizinische Genetik in der Schweiz miteinander verbindet.

Entdecken Sie unser Zentrum für Pathogen-Bioinformatik

Koordinierung von Umweltdaten

Naturschutzforscher und -praktiker verlassen sich ebenfalls auf unsere Datenexpertise, um umsetzbare Erkenntnisse für den Umweltschutz zu gewinnen. Im Projekt „Biodiversity Meets Data“ beispielsweise erleichtern wir die Nutzung vielfältiger Biodiversitäts- und Umweltdaten aus verschiedenen Quellen – und ermöglichen die Verwendung dieser Daten für die Überwachung und Bewertung der europäischen Biodiversität in einem bisher nicht möglichen Umfang.