Das Netzwerk aus Forschungs- und Dienstleistungsgruppen der SIB ist ein wichtiger Bestandteil der Mission des Instituts. Durch die Förderung der Zusammenarbeit, des Wissensaustauschs und der wissenschaftlichen Exzellenz stimuliert die SIB Fortschritt und Innovation in dem sich rasch entwickelnden Bereich der Bioinformatik. Die gemeinsame Zugehörigkeit von Bioinformatik-Experten aus der ganzen Schweiz zur SIB stärkt die internationale Sichtbarkeit des Landes. Denn nationale Kohäsion ist mit internationaler Wirkung verbunden und wird dank der zahlreichen Initiativen, die die SIB lanciert oder an denen sie sich beteiligt, weiter ausgebaut.
Eine einzigartige Governance, die Unabhängigkeit und Neutralität ermöglicht
Um sicherzustellen, dass die Interessen der Gemeinschaft vollständig mit denen des Instituts übereinstimmen und dass das SIB eine wirklich unabhängige und neutrale Institution ist, ist dieses nationale Netzwerk auf zwei Ebenen in unserer Governance vertreten: Vertreter der Partnerinstitutionen sitzen in unserem Stiftungsrat, der höchsten Instanz des Instituts, und die Gruppenleiter kommen im Rat der Gruppenleiter zusammen, um ihre Vertreter im Verwaltungsrat oder neue angeschlossene Gruppenleiter zu wählen sowie Gemeinschaftsaktivitäten zu initiieren und weiterzuverfolgen.
Ein nationales Netzwerk, das die Schweizer Expertise im Bereich Bioinformatik bündelt
Unser nationales Netzwerk besteht aus über 88 angeschlossenen Gruppen in 28 Partnerinstitutionen*, darunter bedeutende akademische und Forschungseinrichtungen in der Schweiz. Mit rund 900 Mitgliedern, darunter 190 Mitarbeitende*, ist das SIB das grösste nationale Netzwerk von Bioinformatikerinnen und Bioinformatikern in Europa.
Eine so große und engagierte Gemeinschaft ermöglicht es uns, jede Herausforderung im Bereich der Bioinformatik anzugehen und Lösungen mit einem breiten Anwendungsspektrum zu liefern, das von Medizin und Gesundheit bis hin zu Umwelt- und Agrarfragen reicht.
Entdecken Sie unsere Gruppenleiter und ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte
Erfahren Sie, wie Sie unserem Netzwerk beitreten können und welche Vorteile Ihnen das bringt
*zahlen und Karte unten, Stand: 1. Januar 2025
Gemeinschaftsinitiativen zur Förderung und Vernetzung von Schweizer Bioinformatikern
Das Institut sorgt dafür, dass bewährte Verfahren und Wissen unter seinen Mitgliedern frei zirkulieren, indem es SIB-weite Initiativen fördert. Die dynamische nationale Gemeinschaft des SIB stützt sich auf das aktive Engagement und die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder und Mitarbeitenden. Mit Initiativen unterschiedlicher Art gibt es eine Reihe von Aktivitäten, an denen sich unsere Wissenschaftler beteiligen können, um die Schweizer Bioinformatik voranzubringen. Dazu gehören:
- Gründung oder Teilnahme an Fokusgruppen: Diese Interessengruppen zielen darauf ab, den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb der nationalen Gemeinschaft zu spezifischen wissenschaftlichen und übergreifenden Themen zu fördern, darunter auch wichtige gemeinsame Fragen in Wissenschaft und Gesellschaft. Sie bringen Mitglieder und Mitarbeitende zusammen, sind selbstverwaltet und legen ihre eigenen Ziele fest. Derzeit gibt es am SIB aktive Fokusgruppen zu folgenden Themen:
- Fokusgruppe «Core Facilities»: Austausch von Best Practices und Diskussion grosser Herausforderungen in Bioinformatik-Core-Facilities, wie beispielsweise die Förderung reproduzierbarer Forschung.
- Fokusgruppe „Vielfalt“: Fördert die Werte Gleichheit, Vielfalt und Inklusion (EDI). Trug zu inklusiven Praktiken für [BC]2 2025 bei und organisierte einen Workshop zur Bewertung der institutionellen EDI-Bemühungen.
- EcoImpact: untersucht den Einfluss des SIB auf die ökologische Nachhaltigkeit und fördert das Umweltbewusstsein. Hat die Bewertung des CO₂-Fußabdrucks des SIB abgeschlossen und Gruppenaktivitäten bei verschiedenen Zielgruppen beworben.
- Epigenomik: unterbreitet Empfehlungen zur Erreichung der FAIR-Prinzipien in diesem Bereich.
- Fokusgruppe „KI-Modelle für Biomoleküle“ ( ): tauscht sich über Entwicklungen, bewährte Verfahren und Herausforderungen bei RNA-, DNA- und Protein-Grundmodellen aus. Förderte den Einsatz von KI zur Entschlüsselung der RNA-Biologie durch ein Symposium und monatliche Workshops.
- Fokusgruppe „Pathogen-Bioinformatik“: identifiziert Herausforderungen in diesem Bereich und zukünftige Projekte, um diese über das Centre for Pathogen Bioinformatics anzugehen.
- Semantisches Web der Daten:entwickelt Lösungen für die nahtlose Integration von Datensätzen und Datenbanken aus den Lebenswissenschaften. Wurde auf der Extended Semantic Web Conference für einen SPARQL-Abfrageeditor als beste Demo ausgezeichnet; veröffentlichte in Gigascience eine umfangreiche Sammlung von Nutzerfragen zu Ressourcen der SIB-Gruppe und den entsprechenden SPARQL-Abfragen.
- Single-Cell-Omics:Erörtert Themen der Einzelzell-Datenanalyse und -Visualisierung.
Teilnahme an den wissenschaftlichen Konferenzendes SIB zu attraktiven Konditionen: The Swiss Bioinformatic Summit – the SIB days – und die [BC]2 Basel Computational Biology Conference;
Erstellung von Konferenzprogrammen zur Förderung des Wissensaustauschs und der Networking-Möglichkeiten: Die wissenschaftlichen Komitees der SIB-Konferenzen setzen sich aus SIB-Gruppenleitern und leitenden Wissenschaftlern zusammen, die themenbezogene und zukunftsorientierte Sitzungen konzipieren und die besten Vorträge für das Konferenzprogramm auswählen.
Dank unseres nationalen Netzwerks vertritt das SIB die Schweizer Bioinformatik in den wichtigsten internationalen Initiativen zugunsten von Open Science, dem Austausch genomischer Daten und der Nachhaltigkeit der Biodaten-Infrastruktur und bietet seinen Mitgliedern zusätzliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit oder Finanzierung.