Forschende in ganz Europa werden von der Schweizer Expertise im sicheren Austausch und der Analyse von Gesundheitsdaten profitieren, da sich das SIB und die ETH Zürich dem EOSC-ENTRUST-Projekt der European Open Science Cloud anschließen. Das von Horizon Europe finanzierte Konsortium aus 16 Ländern erstellt den Entwurf für ein kontinentweites Netzwerk interoperabler Trusted Research Environments (TREs) und validiert diesen anhand realer Anwendungsfälle in den Bereichen Gesundheit, Sozialwissenschaften und öffentlich-private Partnerschaften. Die beiden Schweizer Institutionen bringen ihre Erfahrung beim Aufbau eines nationalen TRE-Netzwerks, BioMedIT, im Rahmen des Swiss Personalized Health Network (SPHN) ein.

SPHN und BioMedIT: wegweisende Infrastruktur für sensible Daten

Das 2017 ins Leben gerufene Swiss Personalized Health Network macht hochwertige Patientendaten auffindbar und stellt sie der Forschung in der Schweiz sicher zur Verfügung. Der sichere Austausch und die Verarbeitung dieser Daten werden durch BioMedIT ermöglicht, ein nationales Netzwerk von TREs, das bei Institutionen im ganzen Land gehostet wird. Bis heute haben über 800'000 Patientinnen und Patienten aus 12 Spitälern und Gesundheitseinrichtungen ihre Daten mit Einwilligung an das SPHN übermittelt, und BioMedIT unterstützt über 1'000 Nutzerinnen und Nutzer sowie 120 Projekte.

Das SPHN wird von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und dem SIB koordiniert. BioMedIT wurde vom SIB, der ETH Zürich, der Universität Basel und der Universität Lausanne entwickelt und umfasst den vom ETH Zürich Scientific IT Services entwickelten Leonhard Med TRE-Knoten.

Mehr über SPHN erfahren

Unterstützung von Großforschungsprojekten durch ein europäisches TRE-Netzwerk

Trusted Research Environments (TREs) verwandeln medizinische, sozioökonomische und andere sensible Daten in neue Erkenntnisse und Innovationen, indem sie Forschenden den sicheren Austausch und die Analyse dieser Daten ermöglichen und gleichzeitig den Datenschutz und die Datenhoheit gewährleisten. Vernetzt in einem interoperablen Netzwerk könnten TREs noch leistungsfähigere Analysen ermöglichen. Derzeit sind die von Forschungsgemeinschaften, Institutionen und Ländern in ganz Europa geschaffenen Umgebungen jedoch nach wie vor isoliert – sie basieren auf unterschiedlichen und oft inkompatiblen Technologien und Governance-Rahmenwerken.

SPHN und BioMedIT: wegweisende Infrastruktur für sensible Daten

Das 2017 ins Leben gerufene Swiss Personalized Health Network macht hochwertige Patientendaten auffindbar und stellt sie der Forschung in der Schweiz sicher zur Verfügung. Der sichere Austausch und die Verarbeitung dieser Daten werden durch BioMedIT ermöglicht, ein nationales Netzwerk von TREs, das bei Institutionen im ganzen Land gehostet wird. Bis heute haben über 800'000 Patientinnen und Patienten aus 12 Spitälern und Gesundheitseinrichtungen ihre Daten mit Einwilligung an das SPHN übermittelt, und BioMedIT unterstützt über 1'000 Nutzerinnen und Nutzer sowie 120 Projekte.

Das SPHN wird von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und dem SIB koordiniert. BioMedIT wurde vom SIB, der ETH Zürich, der Universität Basel und der Universität Lausanne entwickelt und umfasst den vom ETH Zürich Scientific IT Services entwickelten Leonhard Med TRE-Knoten.

Mehr über SPHN erfahren

Das EOSC-ENTRUST-Projekt überwindet diese Fragmentierung, indem es eine gemeinsame Architektur, ein Interoperabilitäts-Framework und ein Sicherheitsmodell definiert, die es TREs in verschiedenen Ländern ermöglichen, sich auf sichere, standardisierte Weise zu vernetzen. Der Entwurf wird anhand von vier unterschiedlichen Anwendungsfällen für die Analyse sensibler Daten umgesetzt und getestet. Das Endziel ist ein Netzwerk aus national verwalteten, interoperablen TREs, das in die European Open Science Cloud sowie in die European Data Spaces eingebettet ist.

Das SIB bringt gemeinsam mit der ETH Zürich technisches, betriebliches und rechtliches Fachwissen in den Entwurf ein und stützt sich dabei auf Erfahrungen beim Aufbau des Swiss Personalized Health Network (SPHN) und des BioMedIT-TRE-Netzwerks (siehe Kasten). Die Arbeit trägt zur Mission des SIB bei, Forschenden und Kliniker*innen hervorragende Ressourcen zur Verfügung zu stellen und die Schweizer Bioinformatik international zu vertreten.

Entwicklung praxisorientierter Lösungen für den Austausch und die Analyse sensibler Daten

Das EOSC-ENTRUST-Projekt umfasst vier Anwendungsfälle: die föderierte Analyse von Genomdaten, gemeinsame Standards für Verwaltungs- und sozialwissenschaftliche Daten, die Wiederverwendung von Daten aus klinischen Studien für Forschungszwecke sowie öffentlich-private Kooperationen. Das SIB wird bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Anwendungsfälle mitwirken, in denen der Blueprint anhand realer, grenzüberschreitend geteilter sensibler Daten getestet wird. Dadurch wird sichergestellt, dass der Blueprint den Anforderungen von Forschern, Datenanbietern und politischen Entscheidungsträgern gerecht wird.

Beitrag zum europaweiten Wissen über vertrauenswürdige Forschungsumgebungen

Das Projekt umfasst ein Forum, zu dem das SIB beitragen wird, um Erfahrungen auszutauschen und bewährte Verfahren zu fördern. Neben der Mitgestaltung des Konzepts und der Integration des TRE-Netzwerks in die EOSC wird die Forum-Community auch nach Projektende den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den europäischen TREs aufrechterhalten.