Insgesamt acht von SIB-Wissenschaftlern entwickelte, fachmännisch kuratierte Wissensdatenbanken sind nun als ELIXIR Core Data Resources (CDRs) ausgewiesen – wobei die drei Neuzugänge die Hälfte der in der letzten Bewertungsrunde ausgewählten Datenbanken ausmachen und die Schweiz die zweithöchste Gesamtzahl an CDRs aufweist. Dies spiegelt die Expertise der SIB-Gruppen hinter diesen Ressourcen und die Qualität der Forschungsinfrastruktur des Instituts wider. Die Anerkennung unterstreicht auch die führende Position der Schweiz als vertrauenswürdiger Anbieter von biologischem Wissen für Forschung und Innovation.
Weitere europäische Anerkennung der SIB-Ressourcen
Das Ressourcenportfolio des SIB bietet Forschern, Innovatoren und KI-Entwicklern hochwertige biologische Daten, Wissen und Tools. Fachmännisch kuratierte Wissensdatenbanken, die kontinuierlich mit relevanten Informationen aus einer Vielzahl von Quellen aktualisiert werden, sind besonders wertvoll als Goldstandardquelle für verifiziertes, KI-fähiges Wissen.
Dieser Wert wird von ELIXIR, der europäischen Infrastruktur für Lebenswissenschaftsdaten, unterstrichen, die drei weitere Wissensdatenbanken des SIB als von grundlegender Bedeutung für die biologische und biomedizinische Forschung und die langfristige Aufbewahrung biologischer Daten anerkannt hat. Ihre Auswahl als ELIXIR Core Data Resources erfolgt nach einer strengen Bewertung mehrerer Faktoren, darunter Qualität, Governance und Wirkung.
Bgee: eine Wissensdatenbank für Genexpression
Die Bewertungskommission hob die „hohe Gesamtqualität von Bgee mit besonders starker Kuration, Relevanz und wissenschaftlichem Wert“ hervor. Die Ressource deckt mehrere Tierarten ab und ermöglicht es den Nutzern, zu erfahren, wo ein bestimmtes Gen in verschiedenen Organismen exprimiert wird, und unterstützt die Forschung in den Bereichen Krebs, Landwirtschaft und Evolutionsbiologie.
OMA und OrthoDB: komplementäre Wissensdatenbanken für evolutionär verwandte Gene verschiedener Spezies
Die Bewertungskommission würdigte OMA und OrthoDB, die Teil der SIB SwissOrthology-Ressource sind, als „wissenschaftlich hervorragend, gut gepflegt und von klarer Bedeutung für ihre jeweiligen Nutzergemeinschaften“. Die beiden Wissensdatenbanken unterstützen die Forschung zu evolutionären und funktionellen Beziehungen zwischen Genen, Genomen und Arten – mit Anwendungen in Landwirtschaft, Medizin und Gesundheit.
Die Schweiz ist führend im Bereich biologischer Daten
Bgee, OMA und OrthoDB machen die Hälfte aller neuen ELIXIR Core Data Resources aus, die in der letzten Bewertungsrunde ausgewählt wurden. Sie ergänzen fünf zuvor ausgewählte SIB-Ressourcen (Cellosaurus, Rhea, STRING, SWISS-MODEL und UniProt), wodurch die Schweiz insgesamt zum zweitgrößten Anbieter von CDRs wird. Die Schweiz ist auch der drittgrösste Anbieter von Global Core Biodata Resources, wobei fünf der CDRs ebenfalls in diesem internationalen Portfolio enthalten sind.
Diese wachsende Anerkennung spiegelt die Wirksamkeit des strategischen Ansatzes der SIB wider, eine Life-Science-Forschungsinfrastruktur mit bleibendem Wert aufzubauen. Durch die Unterstützung von Ressourcen während ihres gesamten Lebenszyklus – von der Reifung bis zum europäischen und globalen Referenzstatus – stellt die SIB sicher, dass die öffentlichen Investitionen der Schweiz hochwertige Daten, Kenntnisse und Werkzeuge mit internationaler Reichweite und Wirkung liefern.
Anhaltende Investitionen für die weitere Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz erforderlich
Die europäische und weltweite Anerkennung erhöht die Sichtbarkeit der SIB-Ressourcen, aber ihr anhaltender Wert hängt von stabilen, langfristigen Investitionen ab. Vorhersehbare, nachhaltige Unterstützung wird die Dateninfrastruktur und das Fachwissen als strategische Vermögenswerte für Forschung und Innovation, einschließlich vertrauenswürdiger KI, sichern. Solche Investitionen werden auch die nationale Souveränität über Fähigkeiten sichern, die schwer wiederaufzubauen sind – und dafür sorgen, dass die wissenschaftliche Exzellenz der Schweiz weiterhin in Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohlergehen umgesetzt wird.
Lesen Sie den Meinungsartikel zur Zukunft der Wissenschaft in der Schweiz